Stellenabbau bei Leicht in Hallstadt

Bereits vor etwa einem Jahr zeichnete sich ab, dass das Maschinenbau- Unternehmen Leicht in Hallstadt vor größeren, wirtschaftlichen Problemen stehen würde, nun ist es offiziell. Wie die IG Metall Bamberg mitteilt, haben sich Betriebsrat und Arbeitgeber auf einen Interessenausgleich und Sozialplan geeinigt, welcher einen Abbau von mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorsieht.

Die Arbeitgeberseite legte glaubhaft dar, dass weitere defizitäre Jahresabschlüsse unweigerlich einen Fortbestand des Unternehmens massiv gefährden, man nun reagieren müsse.

In den Verhandlungen kämpfte die Arbeitnehmerseite, vertreten durch Betriebsrat, IG Metall und Rechtsanwalt Stephan Sartoris, um jeden einzelnen Arbeitsplatz. Dazu Marcel Adelhardt, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Bamberg: „Es waren sicherlich keine einfachen Gespräche und Verhandlungen und auch das Ergebnis des Personalabbaus ist natürlich für die Betroffenen, gerade in der aktuell ohnehin schwierigen Zeit, zunächst einmal ein Schlag ins Gesicht. Aber- und so ehrlich muss man an dieser Stelle sein- ein „Weiter-so“ wie in den Jahren zuvor hätte das Unternehmen nicht überlebt. Mit dem verabschiedeten Interessenausgleich und Sozialplan hat man von Arbeitnehmerseite das unter den vorhandenen Umständen Bestmögliche erreicht. Wir erwarten nun von den Entscheidungsträgern, dass nachhaltige Zukunftskonzepte Maschinenbau Leicht in ein ruhiges Fahrwasser und in eine sichere Zukunft führen. Die Belegschaft hat hierzu einen sehr großen Beitrag geleistet.“

Im Rahmen des Interessenausgleichs/Sozialplans hat man außerdem eine Transfergesellschaft installiert. Die von Kündigung betroffenen Mitarbeiter/innen haben hier die Möglichkeit, bis zu zwölf Monate in die Transfergesellschaft zu wechseln und so beim Schritt in den ersten Arbeitsmarkt Unterstützung zu erhalten.