Prozess um Mordfall „Innstraße“ muss neu aufgerollt werden

Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs muss der Prozess gegen einen der Angeklagten im Bayreuther Mordfall „Innstraße“ neu aufgerollt werden. Das teilt das Landgericht Bayreuth jetzt  mit. Der Beschuldigte soll sich kurz vor Ostern 2017 mit seinem Komplizen unter einem Vorwand Zutritt zum Haus des 88-jährigen Opfers verschafft haben. Das wollten sie nach Wertgegenständen durchsuchen. Das blieb von dem Rentner nicht unbemerkt – es entwickelte sich ein Streit. Dabei ist das Opfer die Treppe hinabgestürzt und hat sich dabei lebensgefährlich verletzt. Während des ersten Prozesses haben sich die Angeklagten gegenseitig vorgeworfen, schuld am Tod des Mannes zu sein. Im neu aufgerollten Prozess sollen insgesamt neun Zeugen und vier Sachverständige aussagen. Laut dem Landgericht Bayreuth könnte bereits am Ende September ein Urteil fallen. Das Urteil auf lebenslange Haftstrafe gegen den Komplizen bleibt hingegen rechtskräftig.