Nach über zwei Jahren: Polizei gesteht Fehler im Fall der getöteten Tramperin Sophia Lösche

Mehr als zwei Jahre nach ihrem Verschwinden räumt die Polizei bei der Suche nach der ermordeten Tramperin Sophia Lösche Fehler ein. Die Beamten seien trotz Hinweisen der Angehörigen nicht von einer „Gefahr für Leib und Leben“ ausgegangen, so ein Polizeisprecher im ZDF. Eine länderübergreifende Expertengruppe der Polizei habe das eigene Vorgehen ein halbes Jahr lang aufgearbeitet und jetzt das Gespräch mit den Angehörigen gesucht. Eine Lehre, die die Polizei aus dem Fall zieht: Die Beamten sollten sensibler auf Hinweise von Angehörigen reagieren. Sophia Lösche war im Juni 2018 spurlos verschwunden. Ihre Leiche wurde später in einem Straßengraben in Spanien entdeckt. Das Landgericht Bayreuth verurteilte im September letzten Jahres einen Lkw-Fahrer wegen Mordes und gefährlicher Körperverletzung zu lebenslanger Haft.