Markus Söder spricht von vorsichtigem Weg aus dem Lockdown

Wie ist der Weg in und aus der Krise? Auf einer Pressekonferenz hat Markus Söder über das weitere Vorgehen gesprochen. Die klare Strategie sei ein Vorsichtiger und behutsamer Weg aus dem Lockdown. Man müsse versuchen ein Leben mit Corona zu ermöglichen.


Nach dem Urteil gestern dürfen nun alle Läden wieder öffnen. Ihre Verkaufsfläche muss aber auf 800 qm begrenzt sein. Die Gastronomie könnte möglicherweise um Pfingsten rum wieder öffnen, so Söder.

 

Ab 4. Mai sind in Bayern nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann wieder Gottesdienste möglich – wenn ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Teilnehmern eingehalten wird. Auch Demonstrationen im Freien werden dann wieder zugelassen. Dabei müsse ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Demonstranten eingehalten werden, sagte Herrmann. Maximal dürften 50 Menschen an einer solchen „ortsfesten“ Kundgebung teilnehmen.

Das Kabinett hat beschlossen die bisher geltenden Schutzmaßnahmen um eine Woche bis 10. Mai zu verlängern. Das teilte die Staatskanzlei mit.

Piazolo hat erneut Hoffnungen auf eine rasche Rückkehr zum normalen Unterricht an den Schulen in Bayern gedämpft. „Es wird bis zum Sommer keine Normalität an den Schulen geben, wie wir sie kennen.“ Nach wie vor gebe es die Bestrebung, am 11. Mai neben den Schülern, die im nächsten Jahr den Abschluss machen, auch die 4. Grundschul-Klassen wieder zu unterrichten.

Klassen müssten geteilt werden, daher sei jetzt schon klar, dass nicht der ganze Lehrstoff vermittelt werden könne.

Nachdem seit Montag die Abschlussklassen wieder in den Schulen in Bayern sind, sieht Kultusminister Piazolo einen „reibungslosen“ Start. Die Rückkehr der ersten Schüler sei gut vorbereitet und organisiert gewesen, der Infektionsschutz sei gesichert.

Wie der Ministerpräsident wirbt auch Wirtschaftsminister Aiwanger für „die richtige Balance“ bei Lockerungen in der Corona-Krise. Es gelte, klug aus der Krise herauszusteuern.

Als Signal an die Bevölkerung ist Söder zufolge eine „Nullrunde fürs Kabinett“ beschlossen worden. Erhöhungen passten nicht in die Zeit, sagte er dazu.

Aufgegriffen wird nach Angaben Söders eine „Idee aus dem Landtag“, Familien die Einrichtung von Eltern-Kind-Gruppen zu ermöglichen. Dabei müsse es um feste, eingetragene Gruppen handeln, um mögliche Infektionswege nachvollziehen zu können.

Söder kündigte wie erwartet die Öffnung praktisch aller Geschäft an – größere Läden müssten aber die Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter begrenzen. Die Begrenzung bleibe. Zudem dürfe nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter in den Laden. Erleichterungen für die Gastronomie stellte Söder erneut für „Ende Mai“, die Zeit „um Pfingsten herum“ in Aussicht.

 

 

FOTO: BR24