Gutachten: Würzburger Logopäde therapierbar und voll schuldfähig

Im Prozess um den sexuellen Missbrauch von behinderten Kindern hält ein Gutachter den angeklagten Logopäden aus Würzburg für therapierbar, aber nicht für vermindert schuldfähig. Bei dem Mann habe sich eine „erkennbare Neigung zur kindlichen Sexualität“ gezeigt, so ein Gutachter in der nicht-öffentlichen Sitzung gestern. Der Angeklagte könne seine pädophile Neigung kontrollieren und sei deshalb nicht in seiner Schuldfähigkeit vermindert. Das Rückfallrisiko könne durch eine Therapie im Gefängnis auf ein sehr geringes Maß verringert werden, so der Gutachter weiter. Der angeklagte Logopäde soll von 2008 an bis zu seiner Festnahme im März 2019 sieben Junge in seinen Praxen und bei Therapiestunden sexuell missbraucht haben – in 66 Fällen davon schwer.