Fast elfeinhalb Jahre Haft und lebenslanges Berufsverbot für Logopäden wg. sexuellen Missbrauchs

Fast elfeinhalb Jahre Haft und lebenslanges Berufsverbot – so lautet das heutige (25.05.) Urteil des Würzburger Landgerichts gegen einen 38-jährigen Logopäden. Der Angeklagte hatte sich bis zu seiner Festnahme jahrelang immer wieder an sieben ihm anvertrauten Jungen sexuell vergangen, in 60 Fällen davon schwer. Der Fall zählt zu den schlimmsten bekannten Missbrauchsdelikten in Bayern. Ein psychiatrischer Gutachter in dem Verfahren hatte den Angeklagten für therapierbar erklärt, aber nicht für vermindert schuldfähig. Der 38-Jährige hatte die Taten gefilmt und im Darknet verbreitet. So kamen ihm die Ermittler letzten Endes auf die Spur. In seiner Wohnung stellten Polizisten knapp 23.000 Dateien mit Missbrauchsinhalten sicher. Der Angeklagte hatte die Taten bereits zu Beginn des Prozesses im März umfänglich gestanden.