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Entlastung der Angeklagten im Todesfall der Seniorenresidenz Gleusdorf

Im Prozess um die rätselhaften Todesfälle in der Seniorenresidenz Gleusdorf haben gestern zwei Rechtsmediziner die Angeklagten im Hauptanklagepunkt entlastet. Es gebe keinen Beleg, dass sie einen 79-jährigen Heimbewohner nach seinem Sturz nicht ausreichend medizinisch versorgt und damit seinen Tod in Kauf genommen hätten, sagten die Gutachter vor dem Landgericht Bamberg aus. Der Heimleiterin, dem Pflegedienstleiter und einem Arzt wird gemeinschaftlicher Totschlag durch Unterlassen vorgeworfen.

In dem Altenheim in Untermerzbach im Landkreis Haßberge lagen von 2011 bis 2016 mehrere Bewohner unter dubiosen Umständen im Sterben.