Cybercrime Bayern fasst Millionen-Betrüger

Um mehr als 100 Millionen Euro sollen zwei Tätergruppen Tausende Anleger aus ganz Europa betrogen haben. Neun Verdächtige wurden festgenommen und knapp 2,5 Millionen Euro bei Durchsuchungen sichergestellt. Das teilt die Zentralstelle Cybercrime Bayern, die bei der Generalstaatsanwaltschaft in Bamberg angesiedelt ist, mit. Die Täter sollen den Kunden vorgegaukelt haben, Plattformen für den Handel mit unterschiedlichen Finanzinstrumenten zu betreiben. Für etwa 250 bis 300 Euro hätten Anleger dort ein Handelskonto eröffnen können. Den Kunden seien Gewinne vorgespielt worden, obwohl das Geld nie angelegt worden sei. In ganz Europa seien Leute so um ihr Vermögen gebracht worden, erklärten die Ermittler. Allein in Deutschland seien mehrere Tausend darauf hereingefallen. Am vergangenen Donnerstag nahmen die Ermittler nach eigenen Angaben sieben Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 25 und 49 Jahren fest. Sie hielten sich in der bulgarischen Hauptstadt Sofia und in der serbischen Hauptstadt Belgrad auf.