© Pixabay

Alle Fakten zu den Corona-Virus-Maßnahmen in Bayern

Heute Morgen gab Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bekannt, dass alle Schulen – auch Privat- und Berufsschulen – alle Kitas und Kindergärten in Bayern bis zum 20. April 2020 aufgrund des Corona-Virus geschlossen bleiben. Kultusminister Piazolo betonte hier, dass die Auszeit keine Ferien seien und die Schüler trotzdem mit Hausaufgaben und Lernstoff rechen müssen.

Eltern sollten die Kinder allerdings nicht bei den Großeltern zur Betreuung unterbringen, da eine Ansteckung des Corona-Virus möglich ist. Besonders ältere Menschen haben damit schwer zu kämpfen. Söder ruft zu Solidarität und Nachbarschaftshilfe auf.

Zudem gibt es Notbetreuungen für Kinder der 1. bis 6. Jahrgangsstufe in den Schulen und auch in den Kindergärten und Kitas. Hier appelliert allerdings Sozialministerin Carolina Trautner an die Eltern, die Notbetreuung nur zu nutzen, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. An erster Stelle sollten Eltern die Notbetreuung wahrnehmen, die in gesellschaftsrelevanten Berufen, wie Krankenschwester, Pflege oder Polizei, arbeiten.

Arbeitet nur ein Elternteil in einem solchen Beruf, kann der jeweils andere die Kinderbetreuung übernehmen, so Trautner.

Eltern könnten außerdem Überstunden abbauen oder auf Urlaubstage zurückgreifen. Home-Office sei auch eine Möglichkeit. Trautner appelliert hier auch an die Arbeitgeber auf die Arbeitnehmer einzugehen.

Desweiteren werden Besuche in Krankenhäusern, Pflege-, Alten- und Behindertenheimen massiv eingeschränkt. Operationen, die nicht dringend nötig sind, sollten verschoben werden, um Betten für Corona-Fälle bereitstellen zu können.

Was die bayerische Wirtschaft anbelangt, äußerte sich Söder, dass dafür alles Mögliche getan werde. Außerdem beschließen Bundesrat und Bundestag die Kurzarbeit umzusetzen, so Söder weiter. Mehr ist dazu aktuell noch nicht bekannt.

Die anstehenden Kommunalwahlen sollen durch das Corona-Virus nicht beeinträchtigt werden. Sollte es zu Stichwahlen kommen, soll es jedem Bürger möglich sein Briefwahlunterlagen zu bekommen.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder bittet in der Bevölkerung um Verständnis.